Wer bin ich wirklich?

Wer bin ich wirklich?

Die meisten von uns antworten darauf mit Name, Alter, Wohnort, Beruf. Aber wer bist du, wenn du all das abstreifst? Was ist dann deine Essenz? Dein Kern?
Inspiriert von der ersten Folge des neuen Podcasts „True Power“ meiner lieben @laura.helser, habe ich mich selbst inspiriert gefühlt einfach mal die Worte fließen zu lassen.

 

Wer ist eigentlich, wenn ich Beruf, berufliche Laufbahn, Wohnort, Familie, Freunde abstreife. Was ist meine Essenz?

 

>>Ich bin tiefsinnig, nachdenklich und echt. Emotional, roh, leidenschaftlich und radikal ehrlich. In mir steckt ein brodelndes Feuer, das ich manchmal nich nicht zu zügeln weiß, aber das auch viele unglaubliche Geschenke mit sich bringt. Stillsitzen fällt mir schwieriger als Tun und meine eigenen Ansprüche an mich selbst, sind oft nicht zu erfüllen. Perfektionismus war mein zweiter Vorname, meine To-Do Liste hört seit 10 Jahren nicht mehr auf (Spoiler-Alert: das wird sie auch nie von allein), aber heute verstehe ich endlich, dass ich mich damit und mit dem feinen kleinen Ehrgeiz nicht mehr brüsten muss. Was ist das bitte überhaupt für ein Wort? Ehre und Geiz. Ich will damit nicht geizig sein. Jedem darf so viel Ehre gebühren wie er braucht. Ist ja genug Aufmerksamkeit für alle da. Kack Ellenbogen gehabt, Eifersuchts-Getue. Ich darf stolz auf mich sein, aber heute bin ich es auch mal dafür 2 Tage nichts zu arbeiten, statt irgendwas krasses gemacht zu haben.

 

Ich kann immer leisten und funktionieren - liefere immer ab und erkenne heute immer mehr, dass meine Arbeit auch wirklich viel wert ist und ich richtig was kann. 


Ich schwanke öfter als nicht zwischen Extremen - Gefühls-High und grauer Wolke über dem Kopf. Selbst-Verachtung und Mitgefühl und Liebe für mich selbst. Stärke und Strahlen vs. Angst und innere Unruhe. Sehnsucht nach einem festen Zuhause und ständiges Bedürfnis um die Welt zu ziehen.

Yoga, alternative Medizin, Buddhismus, die Intelligenz unserer Körper, die Intelligenz und das Zusammenspiel dieser Welt, Verbindungen zwischen Menschen, Pflanzen, Tiere, der Mond, der weibliche Zyklus, das Unterbewusstsein, echte Musik, Kunst und Tanz faszinieren mich. Ich interessiere mich sowieso immer für 1000 Dinge gleichzeitig und der Tag hat nie genug Stunden, um alles zu lesen, zu erfahren, auszuprobieren, ...

 

Mein Herz ist aus Wasser…ich bin emotional, tränenreich und einfühlsam. Früher habe ich mich dafür verflucht so nah am Wasser gebaut zu sein… aber jetzt bin ich dankbar dafür. So mit meinen Gefühlen in Berührung zu sein, so viel fühlen zu können, so einfühlsam zu sein. Ich verstehe Menschen. Ich kann dich wirklich fühlen lassen. Ich sehe dich. Manchmal so viel, dass es zu viel wird und weh tut. Vielleicht brauche ich deswegen meine Zeit allein…

 

Extrovertierter Introvert. So wird meine „Art Mensch“ beschrieben, weiß ich heute. Schon als Kind war ich eher ruhig, in meine Fantasie- und kreativen Spiele vertieft als draußen auf Bäume zu klettern und mit anderen wettzueifern. Mir fällt gerade auf, dass ich schon damals mehr in meinem Kopf war, als in meinem Körper. Ha, was für eine Erkenntnis. Die hatte ich noch nicht… Grundstein war gelegt. 

Noch heute finde ich es wunderschön nur mit mir selbst zu sein, meinen Gedanken Raum zu geben, zu kreieren, meine Energie Tanks wieder aufzuladen. Ich kann zwar echt gut mit Menschen, bin offen, einfühlsam und manchmal sogar halbwegs lustig, aber irgendwann wird es mir zu viel und ich muss mich wieder in meine Höhle zurück ziehen. 


Seitdem ich etwa 12 bin spüre ich eine innere Unruhe und graue Sorgenwolke über meinem Kopf - und common, mit 12 hat man meistens noch keine wirklichen Sorgen. Ich jedenfalls hatte die nicht, so als durchschnittliches weißes Kind in einer mittelständischen Familie und Reitunterricht. Trotzdem begleitet mich das Grübeln und die „Anxiety“ schon viele Jahre. Oft hat mir die Leichtigkeit & Sorglosigkeit gefehlt, wie oft noch heute, aber Boy, hatte ich dafür Tiefe… 

Schon als kleines Kind haben die Leute gesagt „na du bist wohl eine ganz alte Seele“ und ich hatte keine Ahnung was das heißt. Und habe gerne über so ein Geschwafel gelacht.
Heute weiß ich, dass wir alle hier sind, um etwas Tieferes zu lernen. Und eine meiner größten Aufgaben es ist meinen konstanten Zustand von Stress und innere Unruhe, den ich immer wieder in mir hervorrufe, für mich aufzulösen, zu lernen einfach sein zu dürfen, ohne leisten zu müssen.

Denn wenn ich das nicht tue, brenne ich aus. Wörtlich gesehen. Das macht krank und die ersten Anzeichen haben sich schon über die letzten 20 Jahre verstreut, immer dichter und dichter in den letzten Jahren. Autoimmunerkrankungen. Unheilbar. Pah! Autoimmun - ja, autoimmun System. Weil Kopf kaputt. Psyche = Darm. Psychosomatische Krankheiten. Wir machen uns selbst krank. Und alles beginnt und endet im Kopf. Denn wir haben eine Macht da drin, die wir uns nicht mal ansatzweise vorstellen können. Wirklich. Du denkst gerade du kannst es dir vorstellen. NEIN.

 

Die Beziehung zu dem Haus in dem ich wohne - meinem Körper und dem Gesicht da oben, war daher bisher…interessant. Aber wäre ich nicht durch so vieles mit ihm gegangen, hätte ich ihn nicht bekämpft, beschimpft, kaputt gemacht und wieder aufgerichtet, wäre ich heute nicht da und nicht die Person, die ich heute bin. Heute weiß ich, dass alle meine Krankheiten durch mentales und im Unterbewusstsein schlummernde Muster und Zwänge entstanden sind. Ich von richtig dankbar, dass ich das alles so jung wie ich noch bin entdecken und aufarbeiten darf. Das dürfen nicht viele und oft erst, wenn es wirklich kurz vor knapp ist. 

 

Ich bin aufregend - jedenfalls wirklich nicht langweilig. Vielschichtig. Habe viele Geschichten, Ansichten und Wertvorstellungen. Meine eigenen, meine eigenen Wahrheiten - keine universell gültigen. Ich bin wunderschön - von innen. Und langsam erlaube ich es mir auch wieder von außen zu sein. Und das kann ich einfach so sagen, ohne eingebildet zu sein. Wenn das bei dir aneckt - check yo self! Trotzdem schlummert da noch die Angst, dass da wer denkt „Oh Gott, wie lächerlich, die ist ja voll ____ *bitte einfügen.
Aber easy peasy, die Menschen, die das von einem denken wollen wir doch eh nicht in unserem Leben - als Freund, Kunde oder Familie. Muchas Gracias!

Ich schreibe unglaublich gerne (no shit) und höre nie auf zu lernen. Nie neues zu entdecken und mich weiterzuentwickeln. Mich nicht mehr vorwärts bewegen zu können, schnürt mir die Luft weg und ist meine größte Angst, weil mir Freiheit und Eigenständigkeit schon immer so wichtig ist. Ich bin mir selbst genug und wer mich einengen oder besitzen will muss gehen - oder ich fliehen. Wir sind selbst schon ganz und brauchen keine besser Hälfte, die uns vervollständigt. Die Menschen in unserem Leben können uns nur bereichern.

Ich habe schon immer einen wahnsinnigen Drang zu teilen, zu erzählen, Menschen das Gewohnte hinterfragen zu lassen, "normal" nicht unbedingt als normal anzusehen. Ich liebe es Menschen mit Gedanken und Worten zu berühren - mehr als alles Andere und ich weiß, dass da für mich noch eine ganz eigene Reise vor mir liegt... macht euch bereit Bühnen dieser Welt. (:D ich mag es auch sarkastisch melodramatisch zu sein)

Ich glaube daran, dass wir uns zu einem bestimmten Grund begegnen und dass es Zufälle nicht gibt. Ich glaube an das Konzept von Seelen und dass wir uns vielleicht schon mal begegnet sind. Hast du das schon mal erlebt das Gefühl zu haben jemanden schon ewig zu kennen? Ich glaube, dass wir alle miteinander verbunden sind, Menschen, Tiere, Pflanzen, alles. Ein großer Organismus. Ein großes Bewusstsein. Ich glaube, dass das Gesetz der Anziehung ebenso real ist wie das Gesetz der Schwerkraft und dass wir alle manchmal richtig belämmert sind nur an die Dinge zu glauben, die wir auch sehen können. Und ich weiß, dass wir zu 100% für unser eigenes Leben verantwortlich sind

Ach ja, und dass ich tief im Herzen ne alte Hippie Schrulle geworden bin, brauche ich wohl nicht mehr zu erwähnen. Haare wasche ich aber noch!<<

 

Und jetzt du - wer bist du, unter all dem Steckbrief Gedöns?

Ganz viel Liebe
Dein Fuchs


 

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